Top Versicherungen

Kostenlosen Offerte
 
 

Welkom op Top Versicherungen,
rubriek Beamte Unfallversicherung

 


Kaste

Kaste

From Sterwiki

32px|Baustelle Beurteilung: Die Neutralitat dieses Artikels ist umstritten. Eine konkrete Begrundung findet sich auf der Diskussionsseite des Artikels (wenn nicht, so kann diese Warnung entfernt werden). Mehr dazu siehe Wikipedia:Neutraler Standpunkt. Es wird empfohlen, nach dem Einsetzen dieses Bausteins den Artikel auch auf der Arbeitsseite Wikipedia:Artikel, die etwas mehr Neutralitat benotigen einzutragen. Der Baustein sollte nur geloscht werden, wenn die Neutralitat nicht mehr umstritten ist. Vor dem Loschen des Bausteins bitte vergewissern, ob die Diskussion als abgeschlossen gelten kann.

Kategorie:Wikipedia:Neutralitat

Der Begriff Kaste (portugiesisch: casta = Kiste, Schublade, im ubertragenen Sinn auch Geschlecht, Stamm) wird in der Volkerkunde und der Soziologie, sowie - entlehnt - in der Biologie benutzt.

Table of contents
1 Ethnologie und Soziologie

1.1 Indien und Sri Lanka

1.1.1 Literatur

1.2 Bali
1.3 Lateinamerika
1.4 Allgemein

2 Biologie

Ethnologie und Soziologie

Der Begriff 'Kaste' wird in erster Linie mit einem aus Indien bekannten sozialen Phanomen assoziiert. Er wird aber auch umgangssprachlich oder soziologisch allgemein benutzt und auf einzelne Gruppierungen anderer und sogar moderner Gesellschaften angewandt.

Die Kastenzugehorigkeit hat Auswirkungen auf das gesamte Leben eines Individuums. Sie bestimmt u.A. die Partnerwahl und die Berufswahl.

Eine bedeutende Rolle beim 'Kasten'-Begriff spielt hier seine hohe, da auch religios verfestigte Starrheit (vgl. Soziale Mobilitat'), die noch diejenige der Standeordnung ubertrifft. Doch ist auch hier sozialer Aufstieg moglich (z.B. oft durch Aufspaltung einer Kaste), was in der indischen Soziologie als sanscritization bezeichnet wird.

Allerdings wird das 'Kastensystem' des indischen Subkontinentes missverstanden, wenn dabei zwei vollig unterschiedliche Aspekte vermischt werden, namlich

  1. die Zugehorigkeit zum Warn[a], und
  2. die Zugehorigkeit zur Jati.


  1. Warn bedeutet wortlich 'Farbe'. Traditionell nimmt man an, dass damit die Hautfarbe gemeint war, wobei die Kaste desto hoher war, je heller die Haut war, worin sich die Rassenzugehorigkeit verschiedener Einwanderer- bzw. Erobererwellen widerspiegele. Eine jungere Schule nimmt an, dass die Bezeichnung eher von der Gesichts- und Korperbemalung der einzelnen Warnen herruhrte. Wie es tatsachlich war, lasst sich heute nicht mehr mit Sicherheit feststellen.
  2. Das System der Jati entspricht im soziologischen Sinne weitgehend dem Standesystem im mittelalterlichen Europa, ist aber durch seine religiosen Konnotationen als noch rigider als ein Stand anzusehen.

Die Kastenzugehorigkeit des Individuums wird durch die Geburt bestimmt, wobei Ein- oder Austritt theoretisch nicht moglich sind. (Allerdings kann in der Praxis ein Mitglied aus seiner Kasten ausgeschlossen werden, was in etwa der mittelalterlichen Exkommunikation im christlichen Abendland entspricht; ebenso sinkt ein Mitglied in die Kaste eines niedrigeren Ehepartners ab, und zwar unabhangig davon, ob es sich um den Mann oder die Frau handelt.) Die Jati dient neben der beruflichen auch der ethnischen, soziookonomischen und kulturellen Differenzierung; sie verbindet eine Volksgruppe durch besondere, gemeinsame, sittliche Normen und strenge Heiratsordnung, bei mehr oder weniger strenger Abschliessung gegenuber anderen Jatis. Die Jati ersetzt die in westlichen Landern verbreiteten Sozialversicherungs-Systeme (Krankenversicherung, Invaliditatsversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung); wahrend die letzteren schon nach wenig mehr als einem Jahrhundert vor dem Kollaps stehen, hat sich die Jati als solche schon seit Jahrtausenden bewahrt, weshalb in Indien niemand ernsthaft an ihre Abschaffung denkt.

Die soziale Mobilitat innerhalb der Jati ist gering bis inexistent; jedoch konnen bestimmte Jatis als ganze sozial aufsteigen, wie dies im 19. und 20. Jahrhundert unter dem Einfluss der britischen Kolonialherrschaft vor allem den Kaufmanns- und Schreiber-Jatis gelungen ist. In der Praxis kommen auch Abspaltungen sozial hoher oder niedriger rangierender Teilpopulationen mit Bildung neuer Jatis vor.

Das Kastenwesen ist insbesondere bei den kurdischen Jezidi, in Indien, auf Ceylon, in Nepal und auf Bali verbreitet.

Indien und Sri Lanka

In Indien existieren, wie eingangs dargelegt, zwei verschiedene 'Kasten'-Systeme. Das System der Warnen ist religios begrundet, namlich auf den Mythos vom ersten (Riesen-)Menschen, aus dessen Korperteilen die einzelnen Warnen entstanden (der erste aus dem Kopf, der zweite aus den Armen, der dritte aus den Schenkeln, der vierte aus den Fussen). Danach unterscheidet man in der Sozialordnung von oben nach unten den

  • Brahmana (Priester, Gelehrter)
  • Kshatriya (Konig, Prinz, Krieger, hoherer Beamter)
  • Vaishya (Landwirt, Kaufmann, Handler)
  • Shudra (Knecht, Dienstleistender),

Die Brahmanen betrachten sich als den einzigen 'reinen' Warn und alle anderen als 'vermischt', also bastardisiert. Die ersten beiden Warnen machen heute nur noch ca. 10% der Bevolkerung Indiens aus. Die ersten drei Warnen betrachten sich als 'Zweimalgeborene' (dwija), obwohl auch die Shudren nach allgemeiner Auffassung wiedergeboren werden. Die Zugehorigkeit zum ersten Warn war auch eine Frage der Bildung, d.h. der Kenntnisse der Weden. Man unterschied zwischen 'Chaturwedi' (die - theoretisch - alle vier Weden studiert hatten), 'Triwedi' (drei Weden) und 'Dwiwedi' (zwei Weden); heute sind dies nur noch Kastennamen. Allerdings ist die Bildung weiterhin ein wichtiges Abgrenzungkriterium des ersten zu den ubrigen Warnen: Das Studium der Weden betrachten sie nicht nur als ihre Pflicht, sondern auch als ihr (Vor-)Recht, die Weitergabe dieses Wissens an Aussenstehende ist tabuisiert. (Wer dennoch daruber verfugt, wird automatisch als Hindu und Brahman angesehen, ohne dass es einer 'Konvertierung' im christlichen Sinne bedarf; diese Falle sind allerdings extrem selten.)

Auch die o.g. Berufszuordnungen sind weitgehend nur noch theoretischer Natur: Lediglich ein Bruchteil der Brahmanen ist heute Priester (beliebt sind die Brahmanen dagegen als Koche in besseren Restaurants, da die Oberschicht keine von Niederkastigen zubereiteten Speisen essen wurde), nur wenige Kshatriyen sind Soldaten (die meisten Berufsoffiziere wurden - jedenfalls bis zur Ermordung Indira Gandhis 1984 - von den Sikhs gestellt). Die Berufszugehorigkeit wird vielmehr durch die Jati bestimmt. Allerdings dienen die Jatis nicht allein der beruflichen Zuordnung, sondern auch der sozialen und ethnischen. Sie unterschieden sich innerhalb Indiens je nach Region ganz erheblich, so dass z.B. eine Heirat zwischen dem Panjab und Bengalen trotz theoretisch 'gleichwertiger' Jati bei Befolgung der traditionellen Vorschriften praktisch ausgeschlossen ist.

Die westlichen Vorstellung von 'Kastenlosen' ('Paria' oder 'Pariah') beruhen weitgehend auf Missverstandnissen, die vor allem von unwissenden Auslandern verbreitet werden. Dabei ist in erster Linie das Indienbuch des franzosischen Abbe Dubois zu nennen, das bis heute immer wieder kritiklos abgeschrieben wird, wiewohl es schon bei seiner Entstehung vor rund zwei Jahrhunderten uberholt war. (Der franzosische Geistliche betrachtete das indische Kastenwesen als Teufelswerk und bemuhte sich gar nicht ernsthaft, ihm gerecht zu werden.) Eine verhangnisvolle Rolle spielten aber auch halbgebildete, verwestlichte Inder; hier ist an erster Stelle Mahatma Gandhi zu nennen, dem als Angehorigen einer kleinen Gewurzhandler-Jati echte hinduistische Bildung verschlossen war, schon mangels einschlagiger Sprachkenntnisse. (Sein falsches Verstandnis von Sanskrit-Wortern wie Ahimsa oder Satyagraha hat sich im Westen und bei westlich 'gebildeten' Indern heute durchgesetzt.)

Echte 'Kastenlose' gibt es kaum - die Ausstossung (die aus allen Kasten moglich ist, nicht nur aus den unteren) als haufigster Fall ist meist durch eine Reinigungszeremonie (der christlichen Suhne vergleichbar) reversibel, fuhrt also nur zu einer Kastenlosigkeit auf Zeit. Zu den Kastenlosen zahlten z.B. auch Indira Gandhi nach ihrer Heirat mit einem Parsen sowie ihr Sohn Rajiv Gandhi durch seine Heirat mit der geburtigen italienischen Katholikin Sonia. Die sogenannten 'Unberuhrbaren' sind meist Angehorige der niedrigsten Kasten bzw. Unterkasten, deren es uber 3.000 gibt. Die Tendenz von Kasten, sich aufzuspalten, wobei Einzelgruppen relativ 'nach oben' zu rucken trachten, wird in der indischen Soziologie als sanscritization bezeichnet.

In Sri Lanka wird die Kastenzugehorigkeit nicht nur von der tamilischen Bevolkerungsgruppe beachtet, sondern auch von den buddhistischen Sinhalesen, wie es uberhaupt ein westliches Missverstandnis ist, da der Buddhismus die Abschaffung der Kasten zum Ziel gehabt habe. Dieses Missverstandnis ist vor allem durch die von Dr. Ambedkar gegrundete 'neo-buddhistische' Bewegung der 'Daliten' gefordert worden.

Auch die christlichen und muslimischen Inder z.B. in Kerala haben sich ein ausgepragtes Bewusstsein ihrer Kastenzugehorigkeit bewahrt. Die vier Hauptkasten der indischen Muslime lauten Shekh, Khan, Beg und Saiyad (auch Sayad oder Sayid).

Literatur

  • Susan Bayly: Caste, Society and Politics in India from the Eighteenth Century to the Modern Age. Paperback Edition, Cambridge University Press, 2001
  • Christophe Jaffrelot: India's Silent Revolution: The Rise of the Lower Castes. C. Hurst & Co, 2003

Bali

(siehe einstweilen Bali)

Lateinamerika

Analog zum indischen Kastensystem bezeichnete man auch im kolonialen und nachkolonialen Lateinamerika die Angehorigen verschiedener Hautfarben und dementsprechender sozialer Differenzierung als Kasten. Siehe: Krieg der Kasten

Allgemein

Vorwiegend durch Kasten gepragte Gesellschaften sind bei einigen Stammen im ubertragenen Sinne anzunehmen, in der Neuzeit sonst nicht mehr vorhanden. Doch konnen auch in nach sozialen Schichten und Funktionen reich untergliederten und sehr durchlassigen (mobilen) Gesellschaften einzelne Gruppierungen dennoch ausgepragte 'Kasten'-Zuge aufweisen (z.B. im Klerus, im Offiziersstand, als Kader einer Diktatur). Sie werden dann meistens als andere soziale Muster ausgedeutet.

Biologie

Im biologischen Sinne stellt eine Kaste eine funktionell, vielfach auch morphologisch spezialisierten Form einer sozial im Verband eines Tierstaates lebenden Tierart dar.

Eine Kastenbildung findet man z.B. bei Ameisen, Termiten, Hornissen, Wespen und Bienen. Bei Saugetieren ist eine Kastenbildung bei den Nacktmullen verwirklicht. Der Begriff ist dem soziologischen Kastenbegriff entlehnt. Das Kastenwesen wird durch Pheromone gesteuert.

Biologische Kasten sind zum Beispiel:

  • Koniginnen
  • Mannchen
  • Arbeiterinnen
    • Soldatinnen
    • Brutpflegerinnen
    • Sammlerinnen

Kategorie:Indien Kategorie:Ethnologie Kategorie:Soziologie

en:Caste fr:Caste id:Kasta ja:カースト pl:Kasta sv:Kast zh:种姓制度

Quelle:: Wikipedia.org
Fr mehr information ber Beamte Unfallversicherung:
Information betrifft Autokredit





 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Terug naar Top Versicherungen