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GM-Sanierung: Gewerkschaft knickt ein, Börse jubeltGM-SANIERUNG Gewerkschaft knickt ein, Börse jubelt Eine luxuriöse Mitarbeiter-Krankenversicherung kostet den angeschlagenen Kfz-Konzern General Motors 1500 Dollar je Auto. Die mächtige US-Gewerkschaft UAW hat jetzt erstmals angedeutet, dass sie bei den Sozialleistungen zu Zugeständnissen bereit ist.
APGM-Marke Chevrolet: Keine Sanierung ohne Plazet der GewerkschaftenDetroit - Nirgendwo, spötteln Kritiker, gibt es mehr Ärzte als in und um Detroit. Das liege vor allem daran, dass GM für sämtliche Behandlungskosten seiner Mitarbeiter aufkommt. Die mächtige US-Autogewerkschaft UAW hat sich bisher geweigert, über eine entsprechende Tarifvereinbarung zu verhandeln. Jetzt kommt jedoch Bewegung in die Verhandlungen. Die Arbeitnehmervertreter wollen den Sanierungskurs des weltgrößten Autokonzerns generell unterstützen. Dies sagte eine UAW-Sprecherin nach einem Treffen von mehreren hundert Gewerkschaftsdelegierten in Detroit. Die UAW sei bei der Frage der Gesundheitskosten zu Zugeständnissen bereit, um dem Unternehmen zu helfen. Allerdings sei eine komplette Öffnung des noch bis Ende 2007 laufenden Tarifvertrags mit GM ausgeschlossen. In New York schoss der Aktienkurs von GM kurz nach Börseneröffnung um mehr als fünf Prozent in die Höhe. GM wird in den USA bis 2008 mindestens 25.000 Stellen streichen sowie Auto- und Komponentenwerke schließen. Die Produktionskapazität soll bis Ende dieses Jahres auf fünf Millionen Autos reduziert werden gegenüber sechs Millionen in 2002. Die Kosten sollen jährlich um 2,5 Milliarden Dollar verringert werden. Das Unternehmen will gemeinsam mit der UAW einen Weg finden, um die Krankenversicherungskosten zu reduzieren. So könnte die Selbstbeteiligung der Betroffen erhöht werden. GM muss allein in diesem Jahr 5,6 Milliarden Dollar für Pensions- und Gesundheitskosten von aktuell Beschäftigten und Rentnern zahlen. Dies kostet den Autobauer 1500 Dollar je Fahrzeug. GM hatte im ersten Quartal 2005 in Nordamerika, seinem mit Abstand größten Markt, ein Minus von 1,3 Milliarden Dollar verbucht. GMs Bonität wurde kürzlich von der Ratingagentur Standard & Poor's auf das berüchtigte Niveau von Schrottanleihen heruntergestuft. Vor allem die japanische Konkurrenz macht GM auf dem Heimatmarkt schwer zu schaffen.
Quelle:: Spiegel.de
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